Archive for jobsuche

Happy New Year 2009

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neuer arbeitsplatz

zumindest das gebäude von aussen. sieht schon schick aus muss ich sagen. ist nicht mehr in der londoner city (finanzbezirk), sondern in hammersmith. werde demnächst ein bisschen mehr zum neuen job, umfeld und kollegen schreiben. aber erstmal eine meinung bilden ;-) mit einem klick auf das bild geht es wie immer zu flickr, wo es das bild noch grösser gibt - dort dann auf “all sizes” klicken.

new workplace

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auf ein neues

was passiert hier so alles. hm, mal ueberlegen. ulrike hat ihren job gestartet und ist glaube ich relativ gluecklich. ich war im gegensatz zu ihr nicht ganz so gluecklich und habe mich deshalb entschieden die firma zu wechseln (nach einem jahr im job). Das heisst wieder cv (lebenslauf) updaten und an die agenturen verschicken. Dann laeuft alles wieder nach schema “f”.

  • 1. “hi, mein name ist x von der agentur y. ich habe hier deinen cv und muss sagen er sieht gut aus. Wieviel verdienst du im moment? Wie viel wuerdest du gerne im neuen job haben? Was willst du eigentlich machen? Welche firmen interessieren dich?”
  • 2. wenn 1. ok ist, dann geht es weiter mit

agentur: “oh, ich habe hier einen ganz genialen job den du dir unbedingt ansehen musst. Die firma heisst x, sie sind in der city und ueberhaupt das beste team was es in der city gibt.” ich: “ja klingt ja gut, aber die firma sagt mir ueberhaupt nichts und mir ist es im moment wichtig das ich in eine firma mit einem guten namen wechsle. In Deutschland sieht 1 jahr in einem job immer sehr komisch auf dem cv aus und man muss den leuten dann immer erklaeren warum man gewechselt hat.” dann kommt entweder “ok, dann habe ich hier noch x, die sind ja megagross wie du weisst” oder “sorry mate, dann rufe ich dich wieder an, wenn ich etwas habe.”

So lief das dann mal wieder ab, mehrere anrufe von den agenturen, cvs hin und herschieben. Maechtig auf die ka… hauen und very passionate rueberkommen. Mit einem agenten habe ich mich dann auch mal bei starbucks getroffen und er hat mir von den ganzen banking jobs erzaehlt die hier so alle im umlauf sind. Hatte dann auch ein telefoninterview und ein face-to-face interview und alles lief mal wieder schnuckelig gut. Nach 3.5 jahren “commercial experience” weiss man auch so langsam welche fragen kommen werden, wie man reagieren muss, was die leute hoeren wollen, wie man sie ueberzeugen kann etc.. wichtig ist auch zu verstehen, dass man auch selber viel fuer sich rausfinden muss – man will schliesslich nicht in “irgendeine” firma rein und dort nur sauerstoff verbrauchen. Man stellt also an auch fragen zu stellen, ueber die leute die dort arbeiten, die software prozesse die sie nutzen, die systeme die sie nutzen etc. pp. die leute aus der industrie wissen sicher was ich meine (gruesse an Philip, Jochen und ingo an der stelle ;-) ) habe jetzt auch eine neue stelle bei einem der groessten isp (internet service provider) angenommen. Die geschichte lief dann in etwa so ab:

  • 1. 1.20h telefoninterview mit dem development manager, einem schweden. (ganz klassisch in einem abgelegenen, ruhigen park mitten in der city, so dass auch bloss keiner wind bekommt)
  • a)cv durchgehen
  • b)viele technische fragen beantworten (ca. 70% der zeit)
  • c)dann kommt der punkt, wo der interviewer entweder sagt “danke, wir melden uns dann wieder” (was natuerlich dann nicht passiert) oder “super, dann erzaehl ich dir mal was wir so machen und warum wir leute suchen”
  • d)“super, dann erzaehl ich dir mal was wir so machen und warum wir leute suchen”
  • e)vielen dank fuer das gespraech, falls wir interesse haben, dann melden wir uns ueber die agentur
  • f)auflegen und wieder in die firma hechten

meistens klingelt dann irgendwann der agent und fragt nach meinem “bauchgefuel” und ob ich interesse habe. Am naechsten tag rief der agent dann wieder an und sagte, das die firma mich gerne zu einem face-to-face interview einladen moechte. Gesagt getan. Wieder ein bisschen frueher von der arbeit nach hause, in den anzug schmeissen, siegerlaecheln drauf und ab dafuer. Dort angekommen erstmal anmelden, besucherausweis holen und nervoes rumsitzen. Dann kommt auch irgendwann jemand und man verkruemelt sich in einen meeting raum. Das gespraech war fuer eine stunde geplant, nach 2 stunden haben wir dann abgebrochen und gesagt “das lief ja alles ganz gut”. Man hat dann moistens auch schon ein relative lockers gespraech aufgebaut und es faengt an spass zu machen. Der eigentliche talk war wenig auf technische sachen focusiert, eher auf sachen wie “wie wuerdest du leute motivieren”, “was denkst du ueber folgende vorgehensweise” etc.. es lief alles sehr gut, aber die verabschiedung endet dann meistens mit beiderseitigem “pokerface” und einem kuehlen “wir melden uns dann bei der agentur”, handshake und tschuess. Die agentur hat sich dann gemeldet und gesagt “wow, super, mega, die waren total angetan von dir”. Man muss natuerlich immer in hinterkopf haben, dass sie “kopfgeldjaeger” sind und fuer jeden abgelieferten, d.h. vermittelten, dicke prozente kassieren. Durch diese prozente koennen guten agenten richtig dicke kohle machen, scheint aber auch ein sehr “busy” job zu sein. Alle mit denen ich bisher zu tun hatte waren sehr “jung und dynamisch” ;-) na, ja jedenfalls zwischendurch noch ein face-to-face interview bei einer der weltweit groessten banken, von dem ich aber nicht so ueberzeugt war. Dann kam die dritte einladung zum isp. Das heisst dann auch, dass danach entweder ein “angebot” von der firma kommt oder eben nicht. Das lief dann mit dem “technical director” ab und war eher “business maessig”. Der beste hat kaum eine miene verzogen und nur “knifflige” fragen gestellt. Ich konnte ihm dann ab und an ein laecheln abgewinnen und ihn sogar zum lachen bringen. Nach circa 30min kam dann noch der development manager vom ersten und zweiten interview dazu und die stimmung wurde ein bisschen lockerer. Nach weiteren 10min haben sie mich gefragt, ob ich noch etwas wissen muesste. Ich “verlangte” dann einen anderen software developer (“code monkey”, wie sie hier gerne sagen) zu sprechen. Der war “senior developer” und schon 2 jahre bei der firma. Das lief dann auch alles sehr geschmeidig und ich hatte das gefuehl sehr ehrliche antworten zu bekommen. Er hat mir dann auch erzaehlt, dass die firma ganz vorne dabei ist bei sachen wie “agile”, “extreme programming”, “scrum” etc. und das die firma “thoughtworks” mit dem chef “martin fowler” auch ueber ein jahr mit ihnen zusammengearbeitet haben. Den meisten werden diese sachen nichts sagen, aber “martin fowler” ist einer der heutigen goetter im entwicklerolymp. Na ja bin halt doch ein “code monkey” ;-) nach ca. 1.30h war auch dieses interview beendet und ich bin wieder an die arbeit geflitzt. Ein paar stunden spaeter der erwartete anruf vom agenten und “die wollen dich haben. Wieviel wollen wir verlangen? Wann kannst du anfangen? Und ueberhaupt schnell, schnell, schnell.” Immer im hinterkopf natuerlich das vielleicht noch anderen agenturen mit mir in kontakt stehen und mich schneller “wegfischen” koennten. Nach einem wochenende bedenkzeit war der entschluss dann gefasst und ich habe zugesagt. Gar nicht so einfach bei dem angebot von jobs hier. Man ist sich irgendwie nie sicher, ob es das jetzt ist, ob das die meiste kohle ist die man bekommen kann, ob die benefits stimmen etc.. aber es ist natuerlich auch ein gutes gefuehl zu wissen, dass man schnell den job wechseln kann und auf dem arbeitsmarkt gefragt ist.

Werde dort jetzt anfang januar 2008 anfangen. Mein weg zur arbeit wird sich um 50% verkuerzen, werde ein bisschen mehr geld verdienen und hoffentlich ein bisschen mehr “gechallenged” sein.

Habe schon wieder angst vor deutschland. wenn man das bewerbungsverfahren vergleicht, dann fallen viele unterschiede auf, z.b.

  • 1.hier reicht ein einfacher cv, ohne anschreiben, ohne bild und ohne “schicke verpackung”
  • 2.feedback bekommt man meistens innerhalb weniger stunden oder minuten nachdem man den cv abgeschickt hat
  • 3.es geht nicht nur darum, was der bewerber fuer die firma tun kann sondern auch was die firma fuer den bewerber tun kann – ein gegenseitiges interessenverhaeltnis also wenn man sich ein deutsche stellenausschreibung im vergleich ansieht, dann denkt man man muss betteln um den job zu bekommen.
  • 4.es geht hier nicht darum, wo man herkommt, wie man aussieht oder wie alt man ist – sondern nur darum was man kann (wahrsch. helfen best. Sachen den job zu bekommen, aber offensichtlich geht es nur um das was man kann)
  • 5.man kann hier natuerlich ohne kuendigungsschutz wieder auf die strasse gesetzt werden, was natuerlich in D nicht so einfach ist

ich denke vieles liegt daran, dass man ITler und die im moment sehr gefragt. In anderen branchen laeuft sicher nicht so einfach – vielleicht aber doch – who knows.

ich habe viele leute in der firma sehr ins herz geschlossen. teilweise eine sehr funny “crowd”. werde die firma also mit einem lachenden und weinenden auge verlassen. aber so ist das leben mal nun. staendig muss man sich trennen, wieder neue leute kennenlernen, sich anpassen - ach jeder der schonmal in einer anderen stadt gelebt hat, weiss sicher was ich meine.

frei nach der sendung mit der maus - “das war bewerben auf englisch” ;-)

so, hoffe ich konnte ein bisschen einblick geben, wie das hier so ablaeuft.

Marcel

Ps: kritik und kommentare wie immer gerne gesehen bzw. gelesen
Pps: sorry fuer die rechtschreibfehler im text, aber die engl. word version hat hier viel “verschlimmbessert”

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Jobsuche - final post!

Liebe LeserInnen,
wir waren bei der Firma mit dem Angebot, wovon ich noch nicht so überzeugt war.
Also, gestern war ich nochmal dort und habe das Team kennengelernt und mehr Einblicke in Firma und Stelle bekommen. Um’s kurz zu machen: Ich war hinterher total begeistert und mein Bauchgefühl hat mir geflüstert: Das isses! :)
Der einzig wunde Punkt war noch das Gehalt, aber selbst da hat sich die Firma meinen Vorstellungen angepasst und jetzt ist alles fix! Am 01.08. fange ich an! Juhuu!

Der anderen Stelle, wo ich heute das 2. Gespräch (mit Präsentation) gehabt hätte, habe ich abgesagt.. um von der Vermittlerin zu erfahren, dass sie mir heute vermutlich ein Angebot gemacht hätten, da ich sowieso die einzige war, die nochmal eingeladen wurde. Tat mir nun doch ein wenig leid, aber an meiner Entscheidung lässt es mich nicht zweifeln und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Tag… mehr also dann beim nächsten Mal direkt aus dem Berufsleben! :)

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Fortsetzung Jobsuche:

mann, mann, mann… wenn’s rollt, dann rollt’s.
Das Interview bei der Firma, deren Stelle mir so gut gefallen hat, ist bestens gelaufen und am Ende hat sie mich gleich zum 2. Interview eingeladen. Nächste Woche mit einer Präsentation über “something I am passionate about”. Easy enough! ;-)
Donnerstag früh war ich dann bei einer Jobagentur.. sie haben gerade eine Stelle, die genau auf mich passt.. am Nachmittag gleich das Vorstellungsgespräch, heute das feedback: Sie fanden mich super und machen mir ein Angebot!! Der Haken: ICH bin mir nicht so sicher, ob es das richtige ist.. Montag geh ich nochmal hin und lern das Team kennen…
Aber erstmal: Schönes Wochenende!! :)

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Fortsetzung Jobsuche:

Wir waren ja bei der Firma stehengeblieben, bei der es wie in einer Legebatterie zuging. So, heute also das bereits erwähnte „Vorstellungsgespräch“ der zweiten Runde über 8,5h. Als ich hinkam, bietete sich ein ähnlicher Anblick wie letztes Mal. Ca. 15 BewerberInnen im Empfangsraum wartend, darunter auch das Mädchen, mit dem ich das erste Vorstellungsgespräch hatte. Nach einigem Warten, einem weiteren Formular und einem kurzen chat mit dem Mädel von Freitag wurde ich dann aufgerufen. 5 Mann die Hände schütteln, zuletzt Kelly, mit der ich den Tag verbringen darf – ich glückliche, denn Kelly ist „das beste Pferd im Stall“. – Ich gratuliere mir im Stillen! – Kurze Fragen im Treppenaufgang, dann raus auf die Strasse, kurze Erklärung – im Klartext: Wir fahren raus nach Edgeware (tube Zone 4, ca 1h!) und laufen von Tür zu Tür – face to face marketing. – aha. Damit war ja schon das meiste klar, aber wie da jetzt rauskommen? Naja, nach insgesamt 3 Stunden (und davon 1h von Tür zu Tür laufen) verfestigte sich die Entscheidung – nicht zuletzt das von Tür zu Tür laufen, vielmehr das gesamte Programm und die Firmenphilosophie sind nichts für mich. Das sage ich Kelly, die kaum verstehen kann, dass ich diese einzigartige „opportunity“ sausen lasse, wobei ich doch in kürzester Zeit „Manager“ sein könnte – Herzlichen Dank! Ohne mich!
Aber dafür auch eine positive Neuigkeit von der begehrten Stelle: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist heute eingetrudelt. Diesmal scheinbar professioneller: In der ersten Runde muss ich einen Englisch (grammar, spelling and comprehension) test und einen Selbstwahrnehmungstest machen. Dann ein Gespräch. In der zweiten Runde – falls man dahin kommt – muss man eine Präsentation halten. Mehr weiss ich noch nicht.
to be continued ;-)

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ab heute “Sun certified Programmer for Java 5″

nach einigen Monaten nebenher lernen und 4 Wochen “richtig” bin ich ab heute ein “Sun certified Programmer for Java 5“. Sagt wahrsch. den wenigsten etwas, ist aber quasi ein offizieller “TÜV Stempel”, dass ich wirklich Java programmieren kann und nicht nur so tue ;-)

der test ging über 3 stunden mit 72 fragen - und war relativ tough. ziel für mich waren 80% (der schnitt in meiner firma). geschafft habe ich dann 90% - und bin mehr als zufrieden :-)
hätte vor diesem lernmarathon nicht gedacht, dass solche zertifizierungen etwas bringen. wurde vom gegenteil überzeugt.
und nochmal “jippieeeee und hurrraaaa”

marcel

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Auf in die Arbeitswelt…

Hallo liebe Leser,
jetzt habt Ihr ganz schön lange warten müssen auf Neuigkeiten. Aber dafür kommt jetzt eine ganze Menge von mir!

Deutschlandreise
Mitte bis Ende Juni war ich in der geliebten Heimat. Marcel hat mir sein Eisenach gezeigt und ich habe die ganze Familie Sauer kennengelernt. Bei meinen Eltern konnte ich mich dann bestens von jeglichem Stress erholen und Kräfte sammeln für die Jobsuche. Ausserdem war es schön, altbekannte liebe Gesichter wiederzusehen.

Zurück in London
Anfang Juli habe ich meine Noten bekommen - alles bestanden (so, wie Ihr es erwartet habt ;-) ). Damit darf ich mich jetzt in Sicherheit wiegen.. allerdings wird es noch einige weitere Monate dauern, bis ich Diplom und BA in den Händen halten kann. Aber das ist letztlich nur noch eine Frage der Zeit. :)

Jobsuche
Seitdem ich wieder zurück bin, sitze ich tagtäglich am Rechner, suche nach Stellenangeboten und schreibe Bewerbungen. Auf einige Initiativbewerbungen habe ich gleich die Mitteilung erhalten, dass sie keine freien Stellen haben, aber meinen CV vorerst behalten. Ansonsten hat sich in der ersten Woche nicht viel getan.
Anfang der zweiten Woche habe ich dann angefangen, nachzuhaken. Bei manchen Jobagenturen hiess es: äh ja, sie haben sich beworben? Hm.. schicken sie uns doch noch mal ihren CV. - alles klar! ;-) Bei anderen kam die Nachricht, dass andere Bewerber besser auf die Stelle gepasst haben und bei wieder anderen kam weiterhin nichts.
Dann letzte Woche die ersten positiven feedbacks: Zwei Vorstellungsgespräche bei Jobagenturen, davon hatte ich bereits eins am Freitagvormittag. Die Frau, der die Agentur gehört, hat mich persönlich interviewt und hat einen sehr seriösen Eindruck gemacht… scheint nicht einer von den Läden zu sein, wo die Leute versuchen, einen schnellstmöglich unterzubringen, um die Provision abzugrasen. Machte auch einen sehr kompetenten Eindruck, schien Ahnung vom Markt zu haben und hat mir sogar Tipps gegeben, wo ich sonst noch suchen könnte. Leider hat sie derzeit keine passende Stelle für mich.
Am gleichen Morgen hatte ich noch eine Bewerbung verschickt auf eine Stellenanzeige, die genau meinen Vorstellungen entsprach. Eine Stunde später hat mich die Agentur angerufen: Sie finden meinen CV toll und denken, dass ich gut auf die Stelle passe. Sie würden meinen CV gern an die Firma weiterleiten und mir die genaue job description zukommen lassen.. allerdings alles bis 13 uhr, da die Frau bei der Jobvermittlung dann in Urlaub geht bis nächsten Donnerstag. Nun ja, jetzt bin ich gespannt auf das feedback von der Firma und hoffe auf ein Vorstellungsgespräch.
Aber erstes Fazit: Es ist wie mit den Wohnungen: wer zuerst kommt, malt zuerst.
Derweil… am Freitagnachmittag hatte ich dann Vorstellungsgespräch Nr. 2 bei einer Firma für Direktmarketing.. dachte ich zumindest. Bislang hab ich sowas nur in amerikanischen Filmen gesehen: Man betritt einen Empfangsraum, in dem schon 15 andere Bewerber sitzen, jeder füllt brav sein Formular aus und wartet dann, bis er dran ist. Die Leute werden immer in zweier Gruppen reingerufen, manche scheinen sich sogar zu kennen. Es dauert 10 min. und sie kommen wieder raus.. sehr merkwürdig. Dann bin ich dran, zusammen mit einem Mädel, das bestimmt 5 Jahre jünger ist als ich, aber witzigerweise auch gerade ihren Abschluss in Tourism management gemacht hat (die Stellenausschreibung berief sich nur auf Marketing graduates). Unser „Interviewer“, mit Sicherheit ein Ami, plappert wie ein Wasserfall, erklärt, dass es sich heute nur um ein erstes Kennenlernen handelt, und stellt ein paar kurze Frage (in der email mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch klang das noch sehr anders). Er erklärt das Trainingsprogramm und dass man am Ende der 8-10 Monate dann sein eigenes Team zum „managen“ bekommt. (wen wollen se denn damit ködern?) Nicht einmal fällt das Wort marketing.. ich höre immer wieder sales.. naja, die 10 Minuten sind um. „Wenn sie es in die zweite Runde schaffen, melden wir uns ab 16 Uhr bei Ihnen.“ Ich schaue auf die Uhr. Es ist 15.30 – wie die wohl ihre Entscheidungen treffen.. Um 17 Uhr klingelt das Telefon bei mir: „Herzlichen Glückwunsch, sie sind zum 2. Gespräch eingeladen.. Montag von 12 – 20.30.“ Ich: Wie sieht denn das Programm aus, handelt es sich um ein Interview oder gibt es auch eine Art assessment center? - ich denke: 8,5h sind ja recht lang.. Er: nee ist ein Interview, aber man bekommt die ganze Firma gezeigt von einem Senior staff und bitte ziehen sie sich bequeme Schuhe an. - Ich nochmal nachgefragt. - Wir schicken Ihnen noch eine Bestätigung mit genauen Informationen per email. - Danke, bis Montag. … tbc
Naja, um es mal zusammenzufassen: Im Gegensatz zu Marcel’s Erfahrungen - Graduates mit wenig relevanter Berufserfahrung sind sicher nicht so gefragt wie Itler/Programmer etc. Wenn es dann noch um einen Bereich geht, in dem es viel Konkurrenz gibt, umso schlechter. Allerdings gibt es auch ein paar positive Seiten (Deutsche sind generell gefragt – haben aber bei Agenturen nen schwierigeren Stand, weil viele nicht lange bleiben – die Lebensqualität ist in der Heimat einfach höher! ;-) ) und im Großen und Ganzen bin ich mit dem Verlauf bislang recht zufrieden. Jetzt heisst es: Dranbleiben!
Bis demnächst. Eure Ulrike

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arbeiten und keine zeit (lust ;-)) mehr zu posten

das arbeitsleben hat mich jetzt schon seit 2.5 wochen und ich komme irgendwie nicht mehr dazu etwas fuers tagebuch zu schreiben. man arbeitet meistens von 8:45 bis 18:30. dann dauert es circa noch eine stunde bis man wieder mit der bahn nach hause (und kaputt) ist. da wir noch kein netz zu hause haben, macht es die sache nur noch schwieriger. anstatt am wochenende zum naechsten internetcafe zu gehen, versuche ich dann doch lieber london zu erkunden :-)

nur so viel…. es ist alles seeeeeeehr komplex und es ist ein bisschen frustrierend nach den ersten tagen - aber das ist ja wahrsch. uerberall in einem neuen job der fall. …. und ich dachte schon im letzten job haetten wir komplexe sachen entwickelt.

ich hoffe bald wieder neue bilder ins netz stellen zu koennen.

cheers

marcel

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jobsuche die III. und vorerst letzte

tja, marcel hat nen job - juchuuuu :-)
nach den wochen voller vorstellungsgespraeche und stress geht es jetzt am montag los.
die firma heisst “Xbridge“. sie hatten das “ausfuehrlichste” prozedere ueberhaupt.
alles in allem lief es so:

1.  cv -> agentur (was auch sonst ;-) )
2.  agentur checkt mich ab
3.  agentur -> xbridge
4.  xbridge -> marcel -> telefoninterview (technische java fragen)
5.  online “java 2 fundamentals” - und “psychometrischer” test
6.  vorstellungsgespraech
    a) 45min 2 java developer (fast nur techn. fragen, “weisst du was xyz bedeutet?”, “erklaer mal…”)
    b) 45min 2 senior developer (weiter siehe 6a ;-) )
    c) 30min technische projektleiterin (allgemeine fragen)
    d) 20min managing director (also chef der firma), und der wird nur geholt, wenn es ernst ist :-)
7.  alle freuen sich und wollen mich haben
8.  marcel -> agentur -> “alles lief super, ich wuerde anfangen bei denen”
9.  agentur -> xbridge -> verhandlung ueber gehalt etc.
10. xbridge -> marcel -> jobangebot per mail
11. marcel -> agentur -> passt
12. xbridge -> marcel -> vertrag per post

6.) - 12.) innerhalb von 1.5 tagen !! in deutschland nicht wirklich denkbar.

die firma ist so ziemlich in der “alten city“, dem finanzgebiet londons. ich werde circa 45min bis dorthin brauchen.
so, nun fange ich also am 06.11.2006 an. es sind circa 10 developer und ein architekt, welcher aus leipzig kommt
und 6 jahre in californien gelebt habt. den haben sie dort abgeworben. dann war ich auch schon kurz in der firma,
um den vertrag abzugeben. waren auch alle gleich ganz nett. und ma sehe und staune, sie haben eine weibliche
programmiererin, die - nein - nicht wie ein zombie aussieht :-) das ich sowas mal sehe haette ich nicht gedacht.

fazit der jobsuche bisher: alles sehr schnell und reibunglos, wenn man die ersten 2 jahre berufserfahrung schon
auf dem buckel hat. anfaenger werden relativ wenig verlangt. da hab ich ja nochmal glueck gehabt.

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