Archive for October, 2006

random news

Hallo Europa,

so langsam findet sich das “normale” Leben wieder ein. Wenn alles gut geht, hat Marcel in Kuerze nen Job und ich habe mich soweit auch ganz gut mit der Uni arrangiert. Mittlerweile habe ich sogar ein Diplomarbeitsthema gefunden, welches mich fast in euphorische Forscherstimmung versetzt hat. Allerdings muss ich nun erstmal Literatur jeglicher Art waelzen, um herauszufinden, ob das nicht schon jemand anders untersucht hat. Hoffentlich nicht!

Sorgen macht uns eigentlich nur die Wohnung.. immer wieder mal, sozusagen. Nachdem wir jetzt endlich und Gott-sei-dank einen funktionierenden Waschtrockner haben, hatten wir uns auf Ruhe im trauten Heim gefreut.. bis uns ein Fleck an der Decke auffiel, der von Tag zu Tag groesser wurde.. feucht und Schimmel anziehend.. naja, heute ist angeblich der Fehler behoben worden (ein Loch im Schlauch von der WaMa in der Wohnung ueber uns soll die Ursache gewesen sein) und “in 2-3 Tagen sollte es wieder trocken sein”. Wir sind gespannt.. aber damit ist es noch nicht vorbei. Hier wird es jetzt auch immer kaelter und wir wuerden gern die Heizung anstellen. Ihr koennt es Euch denken! Mal sehen, wie lange das jetzt dauert, bis es warm bei uns wird, und was danach kommt..

:)

Lieben Gruss, Ulrike

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schnappschuesse ….
letztes wochenende war auch “happy diwali” - ein hinduistisches festival

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jobsuche die II.

so, hatte mal wieder einige telefonate. im gegensatz zu den ersten wochen lief es dieses mal alles ein bisschen “professioneller” ab.

1. “hi wie geht’s ?”
2. “wir sind firma XY”
3. “du musst erst einen Java Test machen, dann reden wir weiter, oder auch nicht …”
4. java test schreiben
   a) mal am eigenen PC ein programm zu ende code
   b) einen standardisierten test machen (z.b. Java 2 Fundamentals)
   c) java fragen am telefon beantworten (danach meistens dann noch a) oder b))

schien aber alles ganz gut gelaufen zu sein und deshalb stehen wieder 2 face-to-face interviews diese woche an. es bleibt spannend.

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“home sweet home”

so, nach langer zeit endlich die bilder unserer neuen beschaulichen wohnung :-)

wohnung
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wohnung
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wen es interessiert - unsere buzze von oben

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bilder der orchesterproben

wir geschrieben, waren wir ja bei den oeffentlichen generalproben des “bbc symphony orchestra (BBC)” und des “london philharmonic orchestra (LPO)”. beides sehr geniale orchester und ueberhaupt gibt es hier so viel klassik zum vergleichsweise “schnaeppschenpreis”. letzte wochenende erst wieder beim “LPO” unter der leitung von “kurt masur” gewesen - und das fuer 6! pfund. die naechsten tickets sind auch schon gebaucht - juchuuuuu.

BBC
BBC
LPO
LPO

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jobsuche die I.

oh man, london ist schnelllebig, verdammt schnelllebig……

habe vor 2 wochen angefangen jobs zu suchen. das geht dann meistens so:

1. im internetcafe einloggen (weil BT ja 3! wochen fuer den telefonanschlss braucht)
2. jobsites aufrufen (z.b. www.reed.co.uk oder www.totaljobs.co.uk and so on)
3. jobs suchen :-) und CV verschicken
4. denken es dauert sicher, bis feedback kommt 
5. zittern und erschrocken sein, wenn das telefon schon nach 10 min klingelt :-)

dann laeuft meisten alles straight forward

1. “hallo wie gehts”, wir sind die agentur XY und du hattest dich beworben
2. stell dich doch mal kurz vor und “was suchst du ueberhaupt?”
3. hoert sich alles gut an, was willst du fuer kohle
4.
   a) es passt immernoch, “wir schicken den CV an die firma und melden uns wenn sie interesse haben”
   b) es passt nicht, “wir melden uns, wenn wir wieder was haben” 
5. man ist happy, dass alles scheinbar so schnell geht

meistens melden sich die firmen dann sehr schnell bei den agenturen (innerhalb 2 stunden, wenn sie interesse haben), die agency ruft einen dann an und man vereinbart ein vorstellungsgespraech. so lief das die ganzen letzten 2 wochen ab.

es gab tage, da hatte ich 2 vorstellungsgespraeche an einem tag + ein telefoninterview und natuerlich die agenturen, die einen auch noch anrufen. nicht zu vergessen, das man ja den agenturen auch noch feedback geben sollte, wie es denn bei ihren “schaefchen” lief.

ein angebot habe ich bis jetzt schon bekommen, kohle haette auch gepasst, aber irgendwie hat mir mein bauch abgeraten - was alle seeehhhr schade fanden, aber auch irgendwie verstehen konnten. alle wollten mich auch zu einem 2.ten interview einladen, aber bei den meisten habe ich abgesagt. na ja heute habe ich wieder einen “stapel” CVs verschickt, mal sehen wann das das spiel wieder losgeht :-)

es bleibt also spannend….. und by the way irgendwie hat man immer das gefuehl man muss auch noch london erkunden und darf nicht einen tag vollstaendig @home bleiben - ihr wisst sicher was ich meine - um bloss nichts zu verpassen….

marcel

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Zwei Wochen spaeter…

Zwei Wochen sind wir nun schon in der Wohnung und damit sind wir Euch, unseren verehrten Lesern, definitiv wieder ein paar Neuigkeiten schuldig. Hier also mein erster Beitrag zu diesem Tagebuch:

Mittlerweile haben wir uns in der Wohnung ganz gut eingerichtet. Nach dem zweiten Ikea-Besuch und mehr oder weniger erfolgreichen Einkäufen in den „Pound-Shops“ um die Ecke sieht es jetzt sogar recht wohnlich und gemütlich aus. Allerdings haben wir jetzt eh nicht mehr so viel Zeit, die wir dort verbringen können: Marcel ist alltäglich im Bewerbungsstress und hat schon einige Gespräche und Tests erfolgreich gemeistert. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber vielleicht ändert sich das in den nächsten Tagen. Stay tuned!

Für mich hat der Unistress begonnen und das ist kein Scherz.. man merkt sehr schnell, dass das Unileben hier in keinem Fall dem FH-Dasein daheim entspricht. Obwohl man bei vier Modulen und 10 Wochenstunden denken könnte, dass das nicht allzu viel Arbeit sein kann, hat sich der Eindruck schon in´s Gegenteil gewendet. Viel Coursework, teils Gruppenarbeit, ein Spanischtest bereits in der 7. Woche und am Semesterende wird nicht nur schriftlich – wie an der FH – geprüft, sondern auch sprachliche Fähigkeiten und das Sprachverständnis getestet. Ausserdem geht´s jetzt auch mit der Diplomarbeit los.. erste Deadline ist am 22.Nov., die nächste am 12. Dec. was also zumindest bedeutet, dass ich Weihnachten wenigstens die Feiertage über genießen kann. Selbstgewähltes Schicksal.

London hat allerdings viel Entschädigung und leider auch Ablenkung zu bieten. Letztes Wochenende stand komplett unter dem musikalischen Stern. Man konnte bei vielen berühmten Orchestern nach vorheriger Anmeldung kostenfrei bei den Proben / Generalproben zuhören. Wir haben am Freitagmittag das BBC Symhony Orchestra im Veranstaltungszentrum Barbican gehört, am Abend das London Philharmonic Orchestra (dirigiert von Vladimir Jurowski) in der Queen Elizabeth Hall und am Sonntag hatten wir Tickets zum halben Preis für die Abendvorstellung des Royal Philharmonic Orchestra in der äußerst beeindruckenden Royal Albert Hall. Besonders letzteres war sehr lohnend. Bei den hiesigen Preisen für kulturelle Veranstaltungen muss man aber auch zuschlagen. Konzertkarten gibt es bereits regulär ab 6 GBP, für Studenten gibt es die Karten von 1 – 4 Pfund für die besten Plätze (allerdings muss ich noch rausfinden, wie ich die bekomme! J ).

Im Großen und Ganzen hat sich London bislang hauptsächlich beliebt gemacht. Es gibt natürlich auch unliebsame Erfahrungen.. die vollen Züge, die viele Zeit, die man dafür verwendet, um von A nach B zu kommen, die Kriminalität – und davon leider auch nicht wenig: Erst neulich wurden zwei Jugendliche bei McDonalds angeschossen, einer hat es nicht überlebt, und bei einer Kommilitonin wurde auch jemand vor der Haustür erschossen. Glücklicherweise haben wir noch keine Erfahrungen am eigenen Leib gemacht. Unsere Gegend scheint auch abends sehr ruhig und verhältnismäßig ungefährlich. Also macht Euch keine Sorgen! J  – der Lärm, die Preise (umrechnen lohnt sich nicht, man ersetzt einfach das gewohnte € durch ein Pfundzeichen und das entspricht dann dem Normalpreis bes. bei Lebensmitteln, aber es gibt natürlich auch immer was für Schnäppchenfüchse..) usw. Trotz allem überwiegt am Abend immer das positive Gefühl, in einer der – seien wir ehrlich – geilsten Städte der Welt zu sein.. und damit lässt es sich gut träumen! ;-)

Gute Nacht! Eure Ulrike

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